Schiffbau

Vom Blech zum Schiff

Eine von mir gekürzte baugeschichte, teilweise vom hörensagen.

Die ersteigner kauften am 08.07.2000 die konstruktionspläne für eine: typ-yacht
“Motu 42″, LüA 13,98, Br. 3,98, doppelknickspanter, helgenloser überkopfbau von
Anton Luft.

Der geeignete bootsbauplatz am wasser war in Köln, mit einem gemieteten baucontainer, in dem werkzeuge und materialien gelagert wurden.

Am am 15.09.2000 begann die anlieferung von 6,5t stahlblech und profileisen. Zum winter hin war das deck komplett mit 42 decksbalken und ca. 700 versteifungsblechen und der runde spiegel fertig.

Rohbaubilder:

Durch kräftigen schneefall ist schon das zweite zeltdach zusammengebrochen und es sollte nicht das letzte sein.

Heck rechts

Anfang 2001 stieg der Rhein und der container ragte nur noch ca. 40 cm aus den fluten. Schwäne und enten tummelten sich auf dem bauplatz. Das war das erste mal, dass das schiff abgesoffen war, ein paar mal (8 hochwasser gab es in der bauzeit) sollte sich das noch wiederholen.

Deck

Im frühling wurde der kimmgang ausgemessen, ausgeschnitten und schmiegte sich wunderbarerweise an den schergang an. Im sommer wurde der kielgang mit der hilfe eines krans obenauf gesetzt, alles ist verschweißt, beschliffen und geprimert. Zu der zeit wurde der 7m lange kiel zusammen gebraten. Vor dem einbruch der herbststürme und nieselregen wurde dann das schiff gedreht.

Die wichtigsten schweißnähte wurden von einen polnischen schwarzwerftarbeiter (mit schweisszertifikat???) in seiner freizeit vorgenommen. Der rumpf strakt nicht, wie Anton Luft es gewollte hatte. Schweißverzug an vielen stellen am rumpf, ergebnis von laienhafter ausführung durch meinen vorbesitzer. Der innenausbau erfolgte mit den zwei linken händen des eigners. Die sinnfreien malereien im schiff durch die eignerin.

Das bild mit der reling ist schon kurz vor dem richtigen ersten stapellauf.

Schiff im Bau 2005

 

Nach 5 jahren bauzeit legte das schiff dann ab zu seiner ersten reise in richtung belgische küste über die kanäle unter motor.  Das eine oder andere war noch zu schweißen, u.a. war der mast noch in 3 teile zerlegt. Die fatalen reiseberichte und baubeschreibungen hatte ich zuvor im WWW gefunden – sie schreckten mich von dem kauf nicht ab.

Auf den spionagesatellitenaufnahmen hatte ich auch noch spuren gefunden: Es ist das weisse schiff am schwimmponton und noch mal näher rangezoomt.

Im Wasser 2006 Im Wasser gross 2006

Wenigstens schwamm das schiff.

Und wo war das?