St. Helena, warten kostet Substanz

 

Das war mal wieder ein eigentor ala carte. Vor tagen dachte ich noch kurz an einem backup von meinem rechner. Und gestern war es zu spät. Der text ist diesmal kurz, weil der rest auf der gestorbenen festplatte liegt. Texte, viele bilder und geschichten, mails, alles im nirvana. Jetzt läuft mein letzter rechner mit der letzten festplatte, die ich noch habe.

Vorweihnachten war schrecklich, überall plastiktannenbäume und erbrechenswürdige musik aus jeder ecke. Glücklicher weise diesmal nicht mit ‚last chrismas‘. Ich habe vergessen was vorher war, was ich schon getextet hatte.
Das fest findet hier am fünfundzwanzigsten statt und ich wurde auch eingeladen. Der tag fing super an, auf dem weg zum wifi habe ich eine pfund münze gefunden, die zweite seit dem ich hier bin.
Dann mails, informationen und es gab sogar getränke for free. Ich durfte mit der familie essen, war lecker und bauch füllend. Doch ich hatte noch die andere einladung im pub und der war voll. Es soll besser als letztes jahr gewesen sein. Davon hätte man viele satt machen können, ich habe nur noch hier und da probiert. Die fähre wäre eigentlich an diesen tag nicht in betrieb, aber er hat uns segler im pub abgeholt und zum schiff zurück gefahren. Ein sehr guter tag.

Nur der festplattencrash bringt mich in eine zwickslage. Soll ich mit einer halben hardware durch den süd und nordatlantik. Wenn diese kiste auch ausfällt, bin ich richtig am arsch. Ich denke darüber nach, vielleicht gibt es ja auch auf der insel ersatz.

Am anfang des monats hatte ich den zweiten tintenfisch an deck und jetzt kurz vor jahresende den dritten. Sie backen an deck fest, sind trocken und dann reisst der kopf ab, wenn man sie abziehen will. Von da an wird es olfaktorisch sehr fischig.

 

 

20221228 tintenfisch

 

Aussser dem hat sich heute eine verbindung der druckwasseranlage verabschiedet. Alles billiger schrott. In der bucht habe ich damals fünfundzwanzig euronen bezahlt, das war vor acht jahren. Das teil hielt bis Südafrika, immer hin. Dort haben sie mir für das gleiche teil einhundert euronen abgezogen und dieses ist heute krepiert.

Heute ist der dritte Januar und das passt auch wieder. Simon, der mir eine Ubuntu version besorgt hat, bestellte den dritten dichtungssatz für die hydrauliksteuerrung. Für vierzig pfund und der flieger soll in zwei wochen kommen. Daumen drücken.

Aus meinem dritten notfallrechner, der wie der zweite auch nicht starten will, habe ich die festplatte demontiert. Sie passt in meinen dell und läuft rudimentär. Sogar mein opencpn ist aktiv. Somit habe ich doch zwei festplatten, aber ein weiterer rechner muss her.

Mein plan_b ist auch nicht machbar oder so nicht. Es stehen mehrere schiff seit jahren in Ruperts, der pier, der zum entladen der container benutzt wird. Nur will der hafenmeister keine weiteren schiffe dort sehen, oder nur für zwei wochen. Der rückflug nach europa würde mich um eintausend pfund kosten, war schon teurer. Also muss das schiff an der mooring bleiben und jemand muss dafür sorgen, dass es nicht stifften geht.

Anfang Januar und die immigration hat mich für einen weiteren monat geduldet, so weit so gut. Dafür ist die natur zurück und die ersten walhaie wurden gesichtet. Regelmässig am anfang des jahres kommen sie vorbei und nutzen diese insel als kontakthof.

Auch muss ich mir in den komentare im blog so einiges anhören. Ich sei ein klimaleugner, coronaleuger und reichsbürger. Mein zurückkommen ist nicht erwünscht. Nur der author K.. lässt denken, zu klein sein hirn.

Passt auf euch auf.

 

 

 

 

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